Daris Rückkehr nach Eritrea

 

Wieder kam es zu einer Krisensitzung, mit Hilfe des Dolmetschers, hat Dr. Urban der Mama erklärt, dass alle Möglichkeiten ausgeschöpft seien und wir ihrem kleinen Sohn nicht mehr helfen könnten. Eine Aussicht auf die weiter führenden OP bestand nicht. Der pulmonale Hochdruck schloss dies aus. Es wusste auch niemand wie der Kleine bei optimalem Verlauf in Eritrea leben konnte. Es gab kein einziges Kind mit einer Fontanzirkulation in Eritrea.

Die Familie lebt in den Bergen mindestens 1200- 1400 Meter hoch ohne Wasser und ausreichend Nahrung. Der Höhe dauerhaft ausgesetzt, erschien unmöglich bei einem pulmonalen Hochdruck.

Es wurde beschlossen ihn nach Hause zu entlassen und der Mutter wurde versichert, das im Falle einer Stabilisierung, Amahadari bei unserem Hilfseinsatz im November, in Eritrea ein weiteres Mal operiert würde.

Die Mutter und wir waren hoch motiviert die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Wir schulten die Mutter in der Medikamentengabe und hygienischen Versorgung des kleinen Jungen, organisierten jede Menge Babynahrung.
Nach fast 3 Monaten Aufenthalt in Deutschland verabschiedeten wir die Familie in eine ungewisse Zukunft. Es glaubte niemand an ein Wiedersehen mit Amahadari im November. Es war ein sehr trauriger Abschied mit vielen Tränen.

 

Aber es kam alles anders. Amahadari ist und bleibt ein Kämpfer er hatte sich bei unserem Treffen wenige Monate später in Eritrea verdreifacht, konnte sitzen und war ständig mit seiner Babynahrung beschäftigt.

Alle freuten sich unsagbar den Kleinen wieder zu sehen.
Nun wollte Dr. Urban sein Versprechen einhalten und Amahadari ein weiteres Mal operieren, eine Glenn Anastomose. Nach unseren Erfahrungen mit Amahadari fand es aber niemand richtig ihn in unserem OP Zentrum in Asmara zu operieren. Das Risiko war zu groß.

Wir wendeten uns wieder an die Hilfsorganisation zur Kostenübernahme. Das war leider nicht möglich also mussten wir ohne den Kleinen zurückfliegen.