Abrahed und Dari fliegen mit nach Deutschland

 

 

So kam es das Amahadari und Abrahed mit uns nach Deutschland flogen. Abrahed sah ihre Familie vor der Abreise nicht wieder, sie ließ sich auf das Abendteuer ein, froh darüber dass ihrem kleinen Jungen evtl. geholfen werden konnte.

In Deutschland angekommen zeigte sich sehr schnell in einer Herzkatheteruntersuchung wie groß das Ausmaß des Herzfehlers war.

Die Ärzte gaben ihm keine Überlebungschance. Sie erklärten ihn für inoperabel ohne die Aussicht eine Besserung bzw. Linderung des schweren Herzfehlers zu erreichen.

Ich glaube niemand weiß was Abrahed in diesen Tagen durchmachte, in einem fremden Land dessen Kultur ihr absolut unbekannt war, sie kaum Kontakt zu Menschen ihrer Sprache hatte.
Wir haben einen ganz lieben Dolmetscher gefunden, der uns Hilfestellung gab, sprachliche Barrieren zu überwinden und sie über den Zustand ihres Kindes bestmöglich zu informieren. Das war unbeschreibbares Glück. Auch heute steht mir Abraham immer zur Seite wenn ich eine Übersetzung benötige. Zur Mama haben wir nach wie vor Kontakt.

Amahadari kämpfte und erweichte Dr. Urban zu einer sehr riskanten OP. Er wollte ihm wenigstens ein wenig Erleichterung schaffen damit er in seine Heimat zurückkehren konnte und bei seiner Familie seinen Frieden zu finden.

Ein Rücktransport war zu jenem Zeitpunkt unter keinen Umständen mehr möglich, dafür ging es dem Kleinen viel zu schlecht.

DR. Urban war wohl der Meinung besser etwas zu tun als die arme Mama ohne einen Versuch der Rettung mit ihrem Kind auf die Reise zu schicken.
Wir (Kollegen die an dem Hilfseinsatz beteiligt) waren alle ziemlich geschockt als wir die Diagnose erfuhren und fühlten mit Abrahed, die wir in unserer Freizeit betreuten und sie unterstützten.