Mein Leben wird vollkommen umgkreppelt!

Amahadari lernte ich bei unserem Hilfseinsatz im Frühjahr 2003 kennen. Amahadaris Mama suchte Hilfe für ihren Sohn. Sie hatte eine monatelange Odyssee hinter sich, hatte Wunderheiler und Seher in abgelegenen Dörfern im Hochland Eritreas konsultiert. Die umliegenden Krankenhäuser grenzenlos überfordert mit ihrer Bitte ihrem Sohn zu helfen.

Sie gab nicht auf sondern kämpfte für ihren kleinen Sohn. Sie verließ ihr abgelegenes Dorf hoch in den Bergen Eritreas und begab sich in die ca. 80 km entlegene Hauptstadt Asmara. Unser Hilfseinsatz war in den Medien des Landes groß verkündet worden und es sprach sich mittlerweile im Lande herum, dass ein Herzteam kommt um ihre herzkranken Kinder gesund zu operieren.

Unser Empfang war immer ganz gigantisch, es bildeten sich Menschentrauben um uns zu begrüßen und unsere Mitbringsel zu ergattern.
Spielzeug, Kleidung und Schuhe, die wir gesammelt hatten und verteilten. Bilder die ich nie vergessen werde.

Vergessen werde ich auch niemals die hoffnungsvolle Begegnung mit Abrahed, Amahadaris Mama.
Voller Sorge präsentierte sie uns ihren kleinen Jungen stark abgemagert mit Atemnot und stark schwitzend.

Die genaue Diagnose konnte in Eritrea nicht abgeklärt werden. Unsere damalige Ausstattung ließ eine präzise Ultraschalluntersuchung nicht zu. Sicher war das er eine TGA(Transposition der großen Arterien) hatte, die Ärzte waren sich über den ganzen fatalen Rest nicht einig und es wurde im Team das für und wieder einer Mitnahme des kleinen Amahadaris nach Deutschland besprochen. Die Mehrheit sprach sich für eine Reise und eine genaue Diagnostik in Deutschland aus. Die Kostenübernahme wurde mit dem Hammer Forum geklärt.