Der Kindernotfall

Als sehr belastend wird in der Notfallmedizin der Einsatz bei Kindern bewertet. Durchgeführt werden Notarzteinsätze von Anäasthesisten, Chirurgen und Internisten und nur Ausnahmsweise von Pädiatern. Die Gesamtzahl der notärztlich betreuten Kindern liegt um die 2%. Das Behandlungsspektrum ist weitläufig. Selbst ein erfahrener Notarzt kann daher selten auf einen reichhaltigen Erfahrungschatz zurückgreifen. Hinzu kommt das die Normwerte altersabhängig sind.

Es findet eine erste Inspektion des Kindes statt, in Form  der Auskutation (Abhören), Perkussion (bei der Klopfuntersuchung wird die Körperoberfläche beklopft. Die verschieden zurückkommenden Schälle lassen Rückschlüsse auf die darunter liegenden Organe zu) und der Palpation (Abtasten).Ergänzend kann der Blutdruck, Blutzucker, Temperatur und die Sättigung gemessen werden.

 

Herzkinder besonders Kinder, die einen zyanotschen (Blausucht) Herzfehler/ Erkrankung haben sind nicht einfach zu beurteilen.Kinder mit einer Fontanzirkulation, also einer passiven Lungendurchblutung  sind besonders sehr schwer ein zu schätzen. In der Regel haben diese Kinder Sättigungen über 90%, bei Aufregung und Belastung gehen die Sättigungswerte häufig runter. Das heißt aber noch lange nicht, dass sie vital bedroht sind und der Notarzt akut handeln muß. Im Gegenteil er sollte solange wie möglich eine Spontanatmung aufrecht erhalten.

Ein Notarzt der sofort einen Notfallausweis des Kindes zur Hand hat auf dem alle wirklich relevanten Dinge stehen, kann sicher das Kind in das Zentrum der optimalen Versorgung veranlassen, bzw. sich mit einem auf den Herzfehler des Kindes spezialisierten Kollegen kurzschließen. Es vergeht im Ernstfall keine wertvolle Zeit und dem erkrankten oder verunfallten Kind kommt sehr schnell die Hilfe zu die es benötigt. Es wird keiner zusätzliche Gefahr ausgesetzt .